FĂŒr Investitionen in den Bereich Nutzfahrzeuge gibt es Geld vom Staat

Welche Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge wird gefördert?

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Die MobilitĂ€tswende besteht nicht nur darin Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, durch vergleichbare Fahrzeuge mit batterie-elektrischem oder Brennstoffzellen-Antrieb zu ersetzen. Genau so wichtig ist, dass im Gleichschritt die notwendige Infrastruktur fĂŒr solche Fahrzeuge aufgebaut wird.

Die bestehende Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge ist organisch ĂŒber viele Jahrzehnte gewachsen. Und zwar so lange, bis jeder Fleck in Deutschland an die Versorgung mit Benzin und Diesel angeschlossen war. Dies bildet die Grundlage fĂŒr das, was wir heute unter MobilitĂ€t verstehen.

Was den GĂŒterverkehr anbelangt, muss man auch die Park- und AbstellplĂ€tze fĂŒr LKWs dazu zĂ€hlen, welche notwendig sind, um den Fahrern und Fahrerinnen Gelegenheit zu geben, ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten.

Die bestehende Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge hat so keine Zukunft

Diese organisch gewachsene Infrastruktur erfĂŒllt die Bedingungen, welche ein klimaschonender Nutzfahrzeugverkehr braucht, um effektiv und damit erfolgreich zu funktionieren, nicht mehr. Das liegt zum einen natĂŒrlich an den Tankstellen, welche nicht einfach in Wasserstoffspender und Batterie-Ladestationen umgewandelt werden können. Zum andern ist es in der Zukunft von höchster Wichtigkeit, dass der Ladevorgang mit den Ruhezeiten des Fahrzeuges koordiniert wird, um unproduktive Stehzeiten auf ein Minimum zu reduzieren.

Mit anderen Worten: Die Infrastruktur fĂŒr den Nutzfahrzeugverkehr muss ganz neu gedacht und neu aufgebaut werden. Nicht innerhalb einer Spanne von mehreren Jahrzehnten, sondern innerhalb weniger Jahre. Ein Herkulesaufgabe.

Finanzielle HĂŒrden werden durch grosszĂŒgige Subventionen beseitigt

Damit dies gelingen kann, mĂŒssen möglichst alle Hindernisse aus dem Weg gerĂ€umt werden, welche dem Aufbau einer feinvernetzten Tank- und Ladeinfrastruktur und der notwendigen LKW-StandplĂ€tze im Wege stehen. Ein wichtiger Flaschenhals fĂŒr diese Entwicklung sind die Kosten, bzw. das Fehlen des notwendigen Kapitals.

Aus diesem Grunde finanziert der Staat auf allen Ebenen Infrastrukturprojekte. Und zwar sowohl in Bezug auf das Fördervolumen, als auch hinsichtlich der Förderquote in einem vermutlich noch nie dagewesenen Ausmaß.

Wir wollen Ihnen in der Folge darlegen, welche Infrastrukturprojekte gefördert werden, welche Bedingungen dabei zu erfĂŒllen sind und mit welchen ZuschĂŒssen dabei zu rechnen ist.

Welche Investitionen in die Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge werden gefördert?

Bevor wir auflisten, welche Bereich mit Fördermittel rechnen können, wollen wir noch zwei Dinge klarstellen:

Das Prinzip, mit welchem Fördergelder fĂŒr den Aufbau der Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge vergeben werden, unterscheidet sich von den Beihilfen, welche fĂŒr die Anschaffung batterie-elektrisch betriebener Nutzfahrzeuge, bzw. mit Wasserstoff (Brennstoffzellen) betriebenen LKWs geleistet werden. Bei der Anschaffung von Nutzfahrzeugen wird nur der Mehrpreis, verglichen mit einem herkömmlichen Fahrzeug, bezuschusst. Bei der Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge (wo es keine vergleichbare, herkömmliche Anlagen gibt) ist es der ganze förderfĂ€hige Teil der Investition, welcher subventioniert wird. Informationen zur Förderung von klimaschonenden Nutzfahrzeugen erhalten Sie auf unserer Spezialseite nutzfahrzeug-foerderung.de.

Es gibt aktuell drei Bereiche, welche mit Fördergeld rechnen können. Bitte beachten Sie: Diese Förderprogramme sind hochdynamisch. Es ist damit zu rechnen, dass die Förderbedingungen laufend an die aktuelle Entwicklung angepasst wird, um am Ende das erwĂŒnschte Gesamtergebnis zu erhalten. Wir werden an dieser Stelle selbstverstĂ€ndlich diese Entwicklung laufend nachvollziehen. Folgen Sie darĂŒber hinaus am besten unserem Blog, auf welchem wir stĂ€ndig ĂŒber VerĂ€nderungen und neue TatbestĂ€nde informieren. Und natĂŒrlich auch weitere interessante Informationen ĂŒber die MobilitĂ€tswende im Bereich der Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge liefern.

Das sind die drei Bereiche in denen Fördergelder fließen:

Ladeinfrastruktur

Tankinfrastruktur

LKW-StellplÀtze

Was zÀhlt alles zur Nutzfahrzeug-Infrastruktur?

Ladeinfrastruktur

Bei der Ladeinfrastruktur im betrieblichen oder kommunalen Bereich handelt es sich um die notwendige Einrichtung, welche es erlaubt, die vorhandene Flotte an batterie-elektrisch betriebenen Nutzfahrzeuge zu laden.

Wie die Ladeinfrastruktur in der Praxis ausgestaltet wird, hĂ€ngt von der GrĂ¶ĂŸe und dem Nutzungsprofil der elektrisch betriebenen Nutzfahrzeuge ab. Entsprechend unterschiedlich kann die Ladeinfrastruktur hinsichtlich Ladeleistung, Bauform, GrĂ¶ĂŸe, etc. ausfallen.

Von einer Flotte spricht man bereits ab zwei Fahrzeugen. Je grĂ¶ĂŸer die Flotte ist und je mehr batterie-elektrisch betriebe e Nutzfahrzeuge vorhanden sind, desto wichtiger wird es, den Bedarf der einzelnen Fahrzeuge zu analysieren und die Konzeption der Ladeinfrastruktur so auszurichten, dass die ganz Flotte damit optimal bedient werden kann.

Verweis: Was wird gefördert

Tankinfrastruktur

Bei der Tankinfrastruktur fĂŒr Wasserstoff handelt es sich um eine, der vorhandenen Fahrzeugflotte angepasste Anlage (bestehend aus Wasserstofftanks, Steuerung und Zapfanlage), bei welchem die Nutzfahrzeuge kurzfristig auf dem eigenen Werkareal mit flĂŒssigem oder gasförmigem Wasserstoff betankt werden kann.

Wegen den mit Wasserstoff einhergehenden Explosionsrisiken sind die Wasserstofftanks, gehören zusĂ€tzliche bauliche Schutzmaßnahmen ebenfalls zur Tankinfrastruktur. Entsprechend sind diese Bauten ebenfalls Teil der Infrastruktur fĂŒr Nutzfahrzeuge.       

Verweis: Was wird gefördert

LKW-StellplÀtze

LKW-StandplĂ€tze sind nach heutiger Betrachtungsweise Orte in der NĂ€he von Autobahnen, an denen LKWs wĂ€hrend der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeit abgestellt werden. Neben dem eigentlichen Abstellplatz mĂŒssen LKW-StandplĂ€tze aber noch weitere minimale Anforderungen erfĂŒllen, damit sie die Anforderungen einer Förderung erfĂŒllen. Dazu zĂ€hlen etwa sanitĂ€re Einrichtungen fĂŒr die Fahrer und Fahrerinnen.

ZukĂŒnftig wird das aber nicht reichen, weil bei batterie-elektrisch betriebenem GĂŒterverkehr die Ruhezeiten mit den Ladezeiten der Batterien kombiniert werden mĂŒssen. Dieses Anforderungsprofil besteht derzeit jedoch nur in der Theorie. Aber es ist davon auszugehen, dass dies zukĂŒnftig ein entscheidendes Förderkriterium darstellen wird.

Verweis: Was wird gefördert

 

 

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Was wird bei der Ladeinfrastruktur gefördert?

So wurde die zuwendungsberechtigte Ladeinfrastruktur im 1. Förderaufruf fĂŒr das Förderprogramm KsNI definiert:

Als Bestandteil der Ladeinfrastruktur fĂŒr von außen aufladbare BatterieLkw nach § 2 Nummer
2 und 3 des ElektromobilitÀtsgesetzes (
EMoG) sind Investitionen in mobile und stationÀre
Normal und Schnellladeinfrastruktur (Ladepunkt, Transformer, Übergabestation,
Herstellung und Erweiterung des Netzanschlusses sowie Pufferspeicher und intelligente
Lösungen zur Integration des Pufferspeichers in das Lademanagement am jeweiligen
Standort) förderfÀhig

 

Was wird bei der Tankinfrastruktur gefördert?

Wiederum die Definition der zuwendungsberechtigten Tankinfrastruktur aus dem 1. Förderaufruf fĂŒr das Förderprogramm KsNI:

Als Bestandteil der Tankinfrastruktur fĂŒr WasserstoffBrennstoffzellenLkw nach § 2 Nummer
4
EMoG sind Investitionen in Containerlösungen, mobile Tankstellen (auf Trailern) und
fest installierte WasserstoffTankstellen förderfÀhig. Dazu können je nach Konfiguration
gehören: Speicher (Drucktank oder FlĂŒssigwasserstoffspeicher), Verdichter, KĂŒhlEinheit,
ZapfsĂ€ule und Trailer. Um wasserstofffĂŒhrende Teile wie Speicher und Verdichter vor
mechanischer BeschĂ€digung (bspw. durch Durchgangsverkehr) zu schĂŒtzen, sind auch
Maßnahmen wie Poller und SchutzwĂ€nde förderfĂ€hig.

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Welche LKW-StellplÀtze werden gefördert?

Auszug aus der Richtlinie
zur Förderung privater Investoren zur Schaffung
von zusÀtzlichen Lkw-StellplÀtzen in der NÀhe von Autobahnanschlussstellen
Vom 10. Juni 2021

In der NĂ€he von Autobahnanschlussstellen können Investitionen finanziell gefördert werden fĂŒr zusĂ€tzliche Lkw-
StellplÀtze, die durch

  • den Neubau von Lkw-ParkplĂ€tzen inclusive Zuwegung,
  • den Ausbau bestehender Lkw-ParkplĂ€tze (z. B. auf Autohöfen) oder
  • ErtĂŒchtigungsmaßnahmen von bestehenden StellplĂ€tzen oder sonstigen FlĂ€chen, die bisher nicht als Lkw-StellplĂ€tze genutzt werden (z. B. auf Betriebshöfen von Speditionsunternehmen oder Transport- und Logistikunternehmen, ParkflĂ€chen von Handelsunternehmen oder MesseparkplĂ€tzen)

geschaffen werden. Gefördert werden kann auch die hierfĂŒr erforderliche infrastrukturelle Ausstattung (z. B. UmzĂ€unung, Markierung, Bau oder Beschaffung sanitĂ€rer Anlagen, Beleuchtung, sichere WegefĂŒhrung).

Zudem können Systeme zur Online-Erfassung der aktuellen Belegung der Lkw-StellplĂ€tze und die technische Infrastruktur fĂŒr die Datenweitergabe bzw. -bereitstellung auf dem deutschen MobilitĂ€ts Daten Marktplatz (MDM) gefördert
werden.

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